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"1/40" - 2025 - 001-010
Das Werk 1/40 thematisiert die Beziehung zwischen Teil und Ganzem, Fragment und Struktur. Ausgangspunkt ist eine Acrylmalerei auf Papier im Format 100 × 70 cm, die in einem radikalen Akt der Fragmentierung in 40 gleich große
Segmente zerteilt wurde. Durch diesen Eingriff wird das ursprüngliche Bild seiner Geschlossenheit beraubt und zugleich in eine Vielzahl autonomer Einheiten überführt.
Jedes Teilstück wird einzeln präsentiert, fixiert auf einem DIN-A4-Blatt aus 300g-Papier, katalogisiert und seiner exakten Position innerhalb des ursprünglichen Gesamtwerks zugeordnet. Diese präzise Dokumentation schafft eine Art kartografische Ordnung, in der jedes Fragment sowohl isoliert als auch relational betrachtet werden kann.
Im Zentrum der Arbeit steht die Spannung zwischen Individualität und System, zwischen materieller Präsenz und konzeptueller Rekonstruktion. Die Zerlegung in 40 Teile eröffnet eine doppelte Lesart: Zum einen ermöglicht sie eine intensive Auseinandersetzung mit den spezifischen Qualitäten jedes einzelnen Segments – seiner Farbigkeit, Textur und kompositorischen Eigenständigkeit. Zum anderen bleibt die Idee des Ganzen als imaginäre Referenz bestehen – eine potenzielle, wenngleich nur theoretisch mögliche Wiederherstellung des Ursprungswerks.
1/40 verhandelt Fragen nach Ganzheit und Verlust, nach Ordnung und Erinnerung. Die Teilung des Bildes wird zum kreativen Prinzip: Die Abwesenheit des Ganzen wird selbst zum Bild. Archivierung, Klassifikation und Rekonstruktion sichtbar. Zugleich spürt das Werk das fragile Gleichgewicht zwischen Struktur und Offenheit auf – zwischen der strengen Ordnung des Systems und der Freiheit der Wahrnehmung.
Medium: Acryl auf Papier, 40 Einzelteile auf je einem DIN-A5-Blatt, 300g Papier
Gesamtmaß (ursprünglich): 100 × 70 cm





